Ziegen


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Online-Interview mit dem Bürgermeister Michael Karmann (MH/FF)


Hallo Michael (Bgm), würdest du dem BACARI-Team bitte ein paar Fragen schriftlich beantworten? Da unser Team heuer nicht so gut besetzt ist, müssen wir etliche Interviews zu FePro-Aktionen machen. Da die Schule bereits wieder läuft, ist es gar nicht so leicht einen gemeinsamen Termin zu finden. Deswegen machen wir das mit dir jetzt auf dem online-Weg.


FF: Gibst du unserer Leserschaft bitte zu Beginn ein paar persönliche Daten

      bekannt? (Alter, Familie, Hobbies)

Bgm: Liebes BACARI-Team, ich freue mich sehr, dass ihr die Bürgerinnen und Bürger des Marktes Buttenheim über unser umfangreiches, ehrenamtlich organisiertes Ferienprogramm so hervorragend aus erster Hand informiert.

Seit 2014 bin ich Bürgermeister des Marktes Buttenheim und in der Zwischenzeit 54 Jahre alt. Seit mehr als 28 Jahren bin ich mit meiner Frau Christiane verheiratet. Wir haben drei erwachsene Kinder im Alter von 27, 23 und 20 Jahren.

Zum Ausgleich versuche ich mich im MILON Kraftzirkel so oft wie möglich blicken zu lassen und ab und an auf´s Fahrrad zu steigen.


FF: Du hast in diesem Jahr am Anfang der Ferien die Aktion „Raus in die Natur: Besuch einer Ziegenherde“ angeboten. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Bgm: Seit dem vergangenen Jahr gehöre ich dem Vorstand des Landschaftspfle-geverbandes Landkreis Bamberg e.V. an. Dieser Verband hat sich zum Ziel gesetzt, unsere regionaltypische Landschaft zu erhalten und in verschiedenen Bereichen der Natur Landschaftspflege zu betreiben. Im Rahmen von „Bayern-NetzNatur (BNN)“ gibt es das Projekt „Blühender Jura“. Im konkreten Fall unter-stützen Ziegen die Landschaftspflege, da sie Blätter und Zweige von Bäumen und Büschen bis in zwei Meter Höhe erreichen und so zur Vermeidung ungewollter Verbuschung beitragen. Bei einer Vorstandssitzung erhielt ich die Info, dass der Landschaftspflegeverband ein Angebot zur Umweltbildung in Verbindung mit der Ziegenhaltung anbietet. Dieses habe ich gerne in unser FePro übernommen.


FF: Wer hat dich bei der Veranstaltung unterstützt?

Bgm: Vom Landschaftspflegeverband nahmen die Ideengeberin Christine Hilker (Diplom-Biologin) und Martin Friedel (Diplom-Geoökologe) teil, die gemeinsam mit Jörg Schmitt und Julia Haiplick einen abwechslungsreichen Parcours rund um die Ziegenhaltung aufgebaut hatten. Jörg Schmitt und Julia Haiplick halten eine Herde von fast 80 Ziegen und gehen in dieser Aufgabe sichtbar auf.

Darüber hinaus war ich auf einige Mütter bzw. eine Oma angewiesen, die unsere Kinder zum Standort der Ziegenherde gefahren haben.


FF: Wo fand die Begegnung mit der Ziegenherde statt?

Bgm: Die Begegnung fand oberhalb von Tiefenhöchstadt am „Amstling“ statt. Der Amstling ist eines der Kernbiotope des „Blühenden Jura“. Durch Beweidung und Mahd werden die Magerrasen offengehalten. Der Amstling ist bereits seit 1991 als Landschaftsbestandteil geschützt. Dort sind u.a. auch diverse Orchideen-arten zu finden.


FF: Warst du mit dem Ablauf der Aktion zufrieden?

Bgm: Die leuchtenden Augen der Kinder sprachen bei dieser höchst abwechs-lungsreichen Veranstaltung für sich. Deshalb war ich mit der Aktion überaus zufrieden und bedanke mich nochmals bei allen, die dazu beitragen haben.


FF: Hat es den teilnehmenden FePro-Kindern Spaß gemacht?

Bgm: Unsere FePro-Kinder hatten sichtlich Spaß. Darüber hinaus wurden ihnen spielerisch viele Kenntnisse über die Natur am Amstling und über die Ziegenhal-tung vermittelt. Man kann hier von freudigem Lernen in freier Natur sprechen, wobei die Kids den Nachmittag sicher nicht als Lernstunde empfunden haben.


FF: Was hat dich an den Ziegen am meisten beeindruckt?

Bgm: Zunächst der liebevolle Umgang von Jörg Schmitt und Julia Haiplick mit den Ziegen, die alle Tiere beim individuellen Namen nennen. Darüber hinaus die Gutmütigkeit der Tiere, die sich unseren Kindern sofort vertraut genähert haben.


FF: In der Ausschreibung war von verschiedenen Stationen die Rede. Wie muss man sich das vorstellen?

Bgm: Die verschiedenen Stationen schwankten zwischen spannendem Ziegen-quiz und viel Wissenswertem über diese Tierart. Die Kids wissen nun z.B., dass es sich bei der Ziege um einen Pflanzenfresser handelt. Die Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Tieren wurden erläutert, der heutige Einsatz der Tiere thematisiert.


FF: Hat das Wetter am Tag der Veranstaltung gepasst?

Bgm: Das Wetter war optimal! Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Trocken von oben obwohl es anfangs gar nicht so ausgesehen hat.


FF: Wie lange warst du mit den Kindern in etwa unterwegs?

Bgm: Ich hatte mir den Nachmittag frei genommen und diese Zeit auch gerne mit den Kindern verbracht.


FF: Hast du noch mehr Ideen für solche Begegnungen in der Natur zu bieten?

Bgm: Für weitere Ideen werde ich mich mit Frau Hilker und Herrn Friedel austauschen. In jedem Fall sollte auch im nächsten Ferienprogramm ein Umwelt-bildungspunkt enthalten sein.


FF: Machst du solche Aktionen mit Kindern gerne oder würdest du in der Zeit lieber in deinem Rathaussessel sitzen und in Ruhe eine Rede vorbereiten?

Bgm: Aktionen mit den Kindern geben uns allen, die wir ehrenamtlich für das Ferienprogramm tätig sind, sofort ein gutes Gefühl. Deshalb nehme ich mir gerne die Zeit. Das Sitzen im Rathaussessel oder die Vorbereitung einer Rede gehören – wie die Beantwortung dieser Interviewanfrage – natürlich auch dazu.


FF: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten! Mira😊, Yvonne😊, Moritz😊, Jolina😊, Nadine😊,

Rufus😊, Margit😊 & Markus😊



Letzte Änderung: 18.10.2019 14:00 Uhr