Schloß Buttenheim

Über Jahrhunderte war die Geschichte Buttenheims eng mit dem Geschlecht der Reichsfreiherren von Stiebar verknüpft. Der Konflikt mit dem Hochstift Bamberg, das bemüht war, die starke Position der Stiebar in Buttenheim einzuschränken, verschärfte sich, als Hans Joachim Stiebar von Buttenheim d.Ä. (1513-1585) lutherisch wurde und auch seine fünf Söhne am evangelischen Glauben festhielten.
Bereits im Jahr 1686 hatte das Hochstift eine Reihe von stiebarschen Gütern von der Frau Obristin von Bose gekauft, die diese geerbt hatte. Als am 14. Juni 1762 mit dem Tode von Johann Georg Christoph Wilhelm Stiebar von Buttenheim die fränkische Hauptlinie im Mannesstamm erlosch, war hinsichtlich der Herrschafts- und Eigentumsverhältnisse eine komplizierte Rechtslage gegeben. Nach langem juristischen Tauziehen gelang es den Nachfolgern der Stiebar in weiblicher Linie, einen Teil des Besitzstandes zu behalten.

Wilhelm Christian Friedrich von Seefried (1741-1806), der Elisabeth Sofie Friederike Stiebar von Buttenheim (1746-1782) geheiratet hatte, erbaute im Jahr 1774 das jetzige neue Schloß.

Der stattliche zweigeschossige Walmdachbau wurde rückwärtig an den noch vorhandenen Turm des im Schwedenkrieg zerstörten unteren Schlosses angelehnt (das obere Schloss wurde im 30-jährigen Krieg zerstört).

Der Schloßgraben des neuen Schlosses wurde 1819 weitgehend aufgefüllt. Das Schloß wird bis heute von der Familie Seefried bewohnt und der Turm des Schlosses wird als evangelische Pfarrkirche genutzt.